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Beste verfügbare Techniken - (BVT)

Innovative Techniken für den Sevilla-Prozess

Letzte Änderung: 17.11.2008

Viele Forschungsprogramme des Bundes unterstützen die Entwicklung innovativer, umweltschonender Techniken. Fördergelder kommen beispielsweise vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) oder vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi). Bislang wurden die Ergebnisse jedoch nicht systematisch in den Sevilla-Prozess eingebracht. Im Auftrag des BMBF filterte das UBA deshalb aus rund 4 000 vom BMBF geförderten Projekten Techniken heraus, die für die BVT-Merkblätter geeignet schienen, und stellte sie für den Sevilla-Prozess zusammen. Zahlreiche innovative Techniken aus den Sektoren Gießerei, Galvanik, Lösemittelverwendung und Keramik fanden so Eingang in die BVT-Merkblätter.

Damit mehr Unternehmen und Forschungsinstitute ihre innovativen Techniken zukünftig selbst in den Sevilla-Prozess einbringen, entwickelte das UBA einen Wegweiser „Beste verfügbare Techniken – Made in Germany: Machen Sie Ihre Umwelttechnik zum europäischen Maßstab“. Er nennt Informationsquellen und Ansprechpartner in Deutschland sowie beim Europäischen IVU-Büro in Sevilla und erklärt die Abläufe des Sevilla-Prozesses.

Einband: Wegweiser „Beste verfügbare Techniken – Made in Germany: Machen Sie Ihre Umwelttechnik zum europäischen Maßstab“Wegweiser „Beste verfügbare Techniken – Made in Germany: Machen Sie Ihre Umwelttechnik zum europäischen Maßstab“

Nachdem das UBA die Untersuchung im Auftrag des BMBF erfolgreich abgeschlossen hatte, entschied das BMWi, ein ähnliches Projekt beim UBA zu finanzieren. Da auch das BMWi mehrere Förderprogramme für innovative umweltschonende Techniken anbietet, sollten auch hier viele geeignete Techniken Eingang in den Sevilla-Prozess finden können.

Das BMWi hat im Rahmen der technologieoffenen Forschungsförderung mehr als 10.000 Projekte seit dem Jahr 2000 gefördert. Aus diesen werden die Projekte gefiltert, die zu geringerem Energie- und Ressourceneinsatz, weniger entstehenden Abfällen oder zu geringeren Belastungen von Boden, Luft und Wasser beitragen. Das UBA-Vorhaben soll zur Verbreitung und Vermarktung dieser Techniken beitragen, dazu sind zwei Wege möglich:

Das Portal informiert über deutsche Umwelttechnologien und Umweltdienstleistungen und soll eine Kontaktaufnahme von deutschen und ausländischen Akteuren zur Anbahnung von Kooperationen und Geschäftsbeziehungen unterstützen.

BMWi-Förderung

Im Rahmen der technologieoffenen Forschungsförderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) wurden zwischen 2000 und 2005 mehr als 13.000 Forschungs- und Entwicklungsprojekte abgeschlossen, die die Entwicklung, Erschließung oder Nutzung innovativer Produkte, Techniken, Verfahren und Dienstleistungen zum Ziel hatten.

Das BMWi beauftragte das Umweltbundesamt (UBA) mit der Durchführung des Projekts „Verbreitung und Vermarktung innovativer, im Rahmen der BMWi-Förderung entwickelter Techniken“. Dieses Projekt wurde von Juli 2006 bis Juni 2008 durchgeführt.

Aus der Vielzahl der vom BMWi geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojekte waren all jene auszuwählen, in denen innovative Produkte oder Techniken entwickelt oder erprobt worden waren, die zu Verbesserungen des Umweltschutzes und zu einer Weiterentwicklung des Standes der Technik beitragen.

Ein weiteres Ziel des Projekts war es, die Verbreitung und Vermarktung dieser ausgewählten Produkte oder Techniken - in Absprache mit den jeweiligen Firmen oder Instituten - zu fördern. Hierfür standen, je nach Eignung der Produkte oder Techniken, grundsätzlich zwei Wege zur Verfügung:

Von den insgesamt über 13.000 Projekten dieser Programme erschienen nach einer ersten Sichtung etwa 800 für das Projektziel als potenziell geeignet. Zu diesen Projekten erfolgte - in Zusammenarbeit mit den Branchenfachleuten des Umweltbundesamtes - eine eingehende Prüfung der Abschlussberichte nach folgenden Kriterien:

Als Ergebnis dieser Prüfung wurden innovative Techniken aus 10 Projekten von den Branchenfachleuten für geeignet befunden, im Rahmen der Revision der BVT-Merkblätter vorgeschlagen zu werden.

Darüber hinaus wurden Techniken und Produkte aus 10 Projekten in das Portal „Cleaner Production Germany“ aufgenommen. Sie lassen sich dort unter „Technologiebereiche“ aufrufen, wenn in der erweiterten Suche bei der Beschränkung auf „Projektbeschreibungen“ der Begriff „BMWi“ eingegeben wird.

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BMBF-Projekt

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat im Rahmen des Förderprogrammes „Nachhaltig Wirtschaften - Integrierte Umwelttechnik“ eine Reihe von branchenbezogenen Förderschwerpunkten eingerichtet, die einen direkten Bezug und eine Relevanz für den Informationsaustausch über BVT haben. Von besonderem Interesse sind hierbei Forschungsarbeiten zu Produktionsprozessen mit der Entwicklung von neuem Wissen, neuen Verfahren, neuen Techniken und neuen Instrumenten. Mehr als 4000 Vorhaben verschiedener Industriebranchen wurden in einem BMBF-geförderten Projekt, das vom Umweltbundesamt durchgeführt wurde, auf ihre Eignung für den Informationsaustausch unter der IVU-Richtlinie ausgewertet.

Ziel des Projektes „Neue Techniken für den medienübergreifenden, integrierten Umweltschutz“ war es, aus der Vielzahl der vom BMBF geförderten Projekte zum integrierten Umweltschutz die Umwelttechniken herauszufiltern, die als eine „Technik in Entwicklung“ oder sogar als beste verfügbare Technik bezeichnet werden können. Schließlich ließen sich aus dem Vorhaben und aus dem Prozess des Informationsaustauschs heraus auch Wissenslücken und Innovationspotentiale oder -hemmnisse für integrierte Umwelttechniken identifizieren.

Für folgende Branchen konnten bereits mehrere Vorschläge zur Aufnahme von Technologiebeschreibungen in BVT-Merkblätter gemacht werde:

Aus ca. 60 geprüften Projekten konnten Ergebnisse für den Informationsaustausch weitergeleitet werden. Das Projekt zeigte jedoch auch, dass die Ergebnisse der Technologiebeschreibungen gezielt aufbereitet werden müssen, damit sie in die BVT-Merkblätter Aufnahme finden. Es wird angenommen, dass durch die Erwähnung in den BVT-Merkblättern eine Nachfrage nach deutschen Techniken hervorgerufen wird. Zur Unterstützung der Forschungsnehmer aus der Industrie wurde eine Informationsbroschüre durch das Umweltbundesamt entwickelt. (Wegweiser „Beste verfügbare Techniken – Made in Germany: Machen Sie Ihre Umwelttechnik zum europäischen Maßstab“)

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